Terpsichore e.V. in der Griechenland Zeitung

Dank von der Insel Rhodos für Hilfe aus Deutschland

Die Griechenland Zeitung berichtet in ihrer Ausgabe 1032 über den Verein Terpsichore e.V. - wir bedanken uns für die freundliche Genehmigung, den Artikel hier zu übernehmen.

Vor einigen Tagen erhielt Gudrun Boye, die seit 30 Jahren Vorsitzende des Vereins zur Förderung der deutsch-griechischen Beziehungen Terpsichore e.V. ist, ein bewegendes Schreiben der Gemeinde Apolakkia auf der Insel Rhodos. Darin bedankt sich die Kommune herzlich für die langjährige Unterstützung des örtlichen ärztlichen Gemeindezentrums. Besonders hervorgehoben werden die gespendeten Rollatoren. Für viele Menschen mit speziellen Bedürfnissen sei dadurch der Alltag erleichtert und die Lebensqualität erhöht worden. Ebenso seien die Kleiderspenden eine wertvolle Hilfe für bedürftige Familien, heißt es weiter. „Ihre Aktionen sind nicht nur ein materielles Angebot, sie sind eine Geste der Menschlichkeit, der Solidarität und der Liebe, die Menschen und Völker über Grenzen und Entfernungen hinweg vereint. Ihre Hilfe schenkt vielen Menschen Hoffnung und Kraft“, wird in dem Dankesschreiben betont, das von Gemeindevorsteher Tsampikos Karagiannis unterzeichnet ist.

Veranstaltung des engagierten Vereins Terpsichore (Foto: terpsichore)

Hilfe für bedürftige Familien

Die Griechenland Zeitung erkundigte sich bei Gudrun Boye danach, wie sie diese Reaktion der Gemeinde persönlich empfunden habe. Sie sagte, dass sie sich natürlich „sehr über das Dankesschreiben gefreut“ habe, besonders, weil sie nach einer „großen Lieferung“ bisher nichts über deren Verbleib erfahren hatte. Auf die Frage, wie überhaupt die Idee entstanden sei, Kleidung und andere Güter für Menschen auf Rhodos zu sammeln, erklärte Boye, dass der Kontakt über ein befreundetes deutsches Ehepaar zustande gekommen sei, das in Apolakkia, im Südwesten der Insel Rhodos lebt. Das Paar stehe in engem Kontakt mit der Gemeindesekretärin. So habe sie erfahren, dass dringend Kleidung und Rollatoren benötigt würden. „In der Regel versenden wir etwa einmal im Monat einen Karton mit rund zehn Kilogramm nach Rhodos“, so Boye gegenüber der GZ. Außerdem erkundigten wir uns danach, woher diese Spenden stammen. Die Terpsichore-Vorsitzende erklärte, dass die Kleidung „von Freunden und Nachbarn“ komme, während die Rollatoren von einem örtlichen Sanitätshaus in Deutschland gespendet würden. Allen Unterstützern habe sie eine Kopie des Dankesschreibens einschließlich der deutschen Übersetzung zukommen lassen. „Ich fand es wichtig, dass die Spender wissen, dass ihre Hilfe ankommt und dankend angenommen wird.“

Wichtige Kontaktperson

Nach dem Eintreffen der Lieferungen übernimmt vor Ort die Gemeindesekretärin die Verteilung der Kleidung, da sie genau wisse, welche Familien Unterstützung benötigen. Für Boye ist das ein entscheidender Faktor: „Ohne eine Person, die die Verteilung vor Ort übernimmt, ist die beste Hilfeleistung umsonst.“ Diese Erfahrung habe sie bereits während ihrer langjährigen Tätigkeit bei der Katastrophenhilfe der Johanniter-Unfall-Hilfe gemacht.

Emilie Bonin (GZ)