Zur Herstellung archaischer Korenstatuen von der Athener Akropolis

Vortrag von Frau Dr. des. Florine Jäger M.A.

Am Mittwoch, 24. Juni 2026 um 18:15 Uhr
im Haus der Heimat
in Wiesbaden; Friedrichstraße 35,
1. Stock, Wappensaal

Die Methode, marmorne Teilstücke separat anzulegen, um sie anschließend zu einer Skulptur zusammenzufügen, ist sowohl in der griechischen als auch in der römischen antiken Bildhauerkunst weit verbreitet und wird von der Archaik bis zur römischen Kaiserzeit neben der Herstellung monolithischer Werke praktiziert.

Von überwiegend größeren Stückungen sind hier meist kleinere Anstückungen abzusetzen. Ursprünglich von archaischen Bildhauern entwickelt, unterliegen Letztere im Laufe der Zeit einem Wandel hinsichtlich ihrer Anwendung und Befestigung. Am Beispiel der in großer Zahl erhaltenen Athener Akropoliskoren werden im Rahmen des Vortrags bewährte Praktiken zur Herstellung des archaischen weiblichen Bildtypus vorgestellt. Eine besondere Herausforderung besteht dabei darin, originäre Anstückungen – wie Arme und Hände, die neben Köpfen von Anbeginn an zu den geläufigsten Additionselementen gehören – von nachträglichen antiken Reparaturen zu unterscheiden.